Ausstattung

Baubeschreibung

Auf dem Grundstück Greifswalder Str. 220 im Stadtbezirk Prenzlauer Berg befindet sich das beschriebene, ca. um 1900 errichtete "Altberliner Mietwohnhaus". Das "Maison 220" genannte Ensemble besteht aus einem Vorderhaus, einem Seitenflügel und einem Hinterhaus mit je fünf Etagen zuzüglich Dachgeschoss.

Bei den im Vorderhaus gelegenen Wohnungen handelt es sich teilweise um wunderschöne Wohneinheiten mit herrlichem Stuck sowie hochwertigen Intarsien - Parkettböden. Die einem, historischen Altbau entsprechenden Deckenhöhen machen den Charakter der Wohnungen aus.

Es ist geplant, die Wohnungen unter dem Aspekt der Erhaltung der schützenswerten Substanz behutsam instand zu setzen, sowie nach den anerkannten Regeln der Baukunst und den technisch einschlägigen DIN-Vorschriften zu modernisieren. Die Änderungsarbeiten werden nach den jeweiligen Anforderungen und dem jeweiligen Bedarf der zu sanierenden Wohnung angepasst. 

Die Dachgeschosse werden in der Kategorie des Energieeffizienzhauses 85 (Stand 09/2010) entsprechend den KfW-Bank-Anforderungen ausgebaut und der Bestand in der Kategorie des Energieeffizienzhauses 115 (Stand 09/2010) entsprechend den KfW-Bank-Anforderungen modernisiert. 

Entsprechend der Baugenehmigung werden Balkone und Aufzugsanlagen montiert. Unter dem Innenhof des Ensembles wird eine Tiefgarage mit insgesamt 13 Stellplätzen errichtet. Die Tiefgarage wird dem Grundstücksteil Greifswalder Straße 219 ebenfalls zur Verfügung stehen.

Sowohl die Bestandsaufnahme der zu bearbeitenden Gebäudeteile, als auch die baubegleitende Qualitäts­kontrolle wird zu Ihrer Sicherheit an den TÜV, einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen oder an die DEKRA übergeben.

Fassade

Der Außenputz und das Mauerwerk des gesamten Hauses werden saniert einschl. Löcher schließen, Risse verpressen, Stahlteile entrosten und mit Rostschutz versehen, lose Steine werden nachgearbeitet.

Abschließend erhält die Fassade ein Wärmedämmverbundsystem. Die Sockel, Faschen und Gesimse werden farblich abgesetzt. In Anlehnung an die prospektierte Stuckfassade werden neue Stuckelemente als zugelassene Systeme z.B. beschichteter Polystyrol der Fa.Quick-Mix, Villa Deko o.ä. an der Fassade angebracht und erhalten zusätzlich im Erdgeschoss zur Strasse sowie dem Hofeingangsbereich einen schmutz- und graffitiabweisenden Anstrich mit Lotuseffekt.

Die neuen Balkone werden als freitragende  Stahlbetonkragplatten (nach Erfordernis mit Außenstützen) mit feuerverzinkten Stahlgeländern (Anlehnung Jugendstil) hergestellt. Die Stahlträger werden entweder im Außenmauerwerk verankert, an einem Wechsel an die Holzbalken im Gebäude befestigt, oder an einer tragenden Innenwand (je nach statischen Erfordernissen) verankert.

 Die Stahlträger sind durchgehend und werden nicht von einem Iso-Korb unterbrochen. Eine Dämmschicht wird zwischen der Stahlbetonplatte und dem Außenfassadenmauerwerk eingebaut.

Die Stahlbetonplatten werden mit Estrich oder Gefällebeton und Streichisolierung abgedichtet und mit einem Fliesenbelag versehen, welcher über einen Fußbodeneinlauf oder Rinne und Fallrohre entwässert wird. Die Unterseiten und Fassadenanschlüsse werden geputzt oder gespachtelt.

Alternativ werden die Balkone als Stahlkonstruktion mit einer unteren Verblendung und einem Bangkirai- oder
Lärchenholzbelag auf einer Holzunterkonstruktion ausgeführt. Das Klingeltableau mit Videogegensprechanlage und polierter Messingabdeckung (alternativ Edelstahl) wird in der Türlaibung oder an der Fassade angebracht.

Dach

Das neu errichtete Steildach zu den Hofinnenseiten wird mit Frankfurter Pfannen eingedeckt. Die nicht mehr benötigten Schornsteine des Gebäudes werden nach Genehmigung des örtlichen Schornsteinfegermeisters teilweise oder vollständig bis Oberkante Balken der letzten Geschossdecke abgetragen, ausgebrannt und belüftet.

Der für eine zentrale Heizungsanlage notwendige Schornstein nach DIN 1056 kann auf einen der entstandenen Stümpfe mit Normalformatziegeln aufgemauert werden. Sämtliche Blecheinfassungen werden aus Titanzinkblech hergestellt.

Das vollständig neu errichtete Dach des Gebäudes ist ein kombiniertes Flach- und Steildach. Das Flachdach ist mit einer Bahnendichtung, das Steildach mit einer Pfanneneindeckung einschl. Unterspannbahn, Lattung und Konterlattung belegt.

Das Flachdach wird entsprechend den eingeführten technischen Baubestimmungen aufgebaut, abgedichtet und verwahrt. Die Arbeiten erfolgen entsprechend den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks. Der Traufkasten wird als Holzverschalung mit Nut und Feder weiß lackiert ausgeführt.

Die Dämmung und Sparren werden hinterlüftet. Zwischen der Dämmung und der Unterspannbahn bleibt eine ausreichend hohe Luftschicht zur Belüftung erhalten. Die Belüftung unten erfolgt über eine Insektengaze im Traufbereich und im Firstbereich durch entsprechende Ziegel oder Lüfterhauben.

Eingangsbereiche, Treppenhäuser

Vorgesehen ist ein vollflächiges Fliesen des Fußbodens im Erdgeschoss mit hochabriebfesten keramischen Platten, mit Sockelfliesen und Fußabtreter mit Rahmen. Der obere Teil der Treppenhäuser wird ergänzend stilgerecht gestaltet. Der Wand- und Deckenputz wird saniert und die Flächen vollständig gespachtelt, geschliffen und mit einem Anstrichsystem und Holzsockel versehen. Zusätzlich werden Stuckelemente (Rosetten) an den Podestunterseiten angebracht.

Die Treppenhausköpfe werden in F90 Qualität entsprechend der Baugenehmigung ausgeführt.

Als Hauseingangstüren werden die vorhandenen nach Altberliner Baustil hergestellten Holztüren repariert oder ersetzt. Dazu passend werden die Türen zu den Treppenhäusern überarbeitet oder durch neue industriell vorgefertigte Türanlagen ersetzt. Die neue Unterputz-Briefkastenanlage mit Messingpaneel (alternativ Edelstahl) wird Bestandteil der Gestaltung der Treppenhäuser.

Der Sockelbereich der Treppenhäuser wird mit einem Buntsteinputz versehen, der an einer profilierten Holzpaneelleiste endet. Die Treppenstufen und Sockelleisten aus Holz werden angeschliffen, ggf. tischlermäßig überarbeitet und mit einer Beschichtung versehen. Der Treppenbelag wird aus Sisal oder Kokosläufern mit Filzunterlagen bestehen, die durch Messingstäbe in Ösen gleichen Materials gehalten werden. Alternativ hierzu kann der Treppenbelag auch in Linoleum ausgeführt werden, falls Brandschutzauflagen dies erforderlich machen.

Zur Komplettierung der Treppenhäuser werden die vorhandenen Wohnungseingangstüren aus Holz aufgearbeitet oder alternativ als industriell vorgefertigte profilierte Türanlagen erneuert und mit neuen polierten messingfarbenen Beschlägen (alternativ Edelstahlbeschläge) inklusive Schließanlage versehen.

Die Treppengeländer werden überarbeitet und zur Treppenhausgestaltung farblich abgestimmt mehrschichtig lackiert, schadhafte Stäbe und Handläufe werden ggf. ausgetauscht, abgenutzte und lose Stufenkanten neu aufgebaut, Stufen bei Bedarf neu befestigt.

Es werden polierte Messingknopfklingeln (alternativ Edelstahl) mit Namensschildern auf Altberliner Klingelbretter montiert. Die Aufgänge erhalten milchglasfarbene Halbschalenlampen mit Messingfassung (alternativ Edelstahl). Eine RWA entsprechend der Baugenehmigung wird vorgesehen. Die Treppenhausfenster werden  entweder erneuert (Holz-Isoglas-Fenster) oder aufgearbeitet.

Wände und Decken

Die Wände der Wohnungen bestehen hauptsächlich aus massivem Mauerwerk. Der Wandputz wird auf lose Stellen hin untersucht und ggf. ausgebessert bzw. erneuert. Noch vorhandene alte Tapeten sowie als Untergrund ungeeignete Altanstriche an Decken und Wänden werden entfernt. Wandflächen werden gespachtelt und gestrichen.

Vorhandene Deckenflächen erhalten eine Gewebeeinlage und werden gespachtelt. Vorhandener Stuck wird, sofern möglich, instand gesetzt und ggf. ergänzt. Neue Decken in allen Räumen (außer Flur, Küche, Bad) erhalten Polystyrol-Stuck. Die neu zu errichtenden Wände werden, wo erforderlich, als Ständerwände mit Wandbauplatten aus Gips nach DIN 18163, in Bädern in Feuchtraumausführung und mit Schalldämmung nach DIN 4109 ausgeführt.

Die Decken in Bädern, Küchen und Fluren werden als abgehängte Decken, Ausführung mit Metallunterkonstruktion entsprechend DIN 18163, ausgeführt. Die Oberflächen der Leichtbauwände und die der zum verputzenden Wände werden mit Ausnahme der Bäder in weiß, Innendispersion RAL 9010 gestrichen.

In den Bädern werden die Wände annähernd türhoch (mindestens 2 m) mit Keramikfliesen gefliest und auf Wunsch mit einer Naturstein- oder Feinsteinzeugbordüre verziert. Alle Bäder werden mit einem flächenbündig eingebauten Spiegel versehen.

Im Bad werden die Decken- und Wandflächen oberhalb der Bordüre deckend gestrichen. Die Küchen erhalten einen Fliesenspiegel zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken mit keramischen Platten z.B. 15/15cm.

Decken und Wände im Keller werden mit einem weißen Dispersionsanstrich (mineralisch) gestrichen. Metallteile (Träger, Türen etc.), soweit nicht bereits behandelt, werden entrostet und mit einem geeigneten Rostschutz versehen. Oberflächen werden auf ihre Tragfähigkeit hin untersucht und entsprechend vorbehandelt.

Die Tiefgarage wird aus wasserundurchlässigem Stahlbeton hergestellt. Der Boden wird flügelgeglättet und die Stellplätze werden nummeriert und markiert. Wände und Decken werden beschichtet oder in Sichtqualität ausgeführt.

Fussboden

Die vorhandene Dielung wird bei Verdacht auf Schädlingsbefall im Bereich der Balkenköpfe und im Bereich alter Fallrohre und in Feuchträumen aufgenommen, die Balkenköpfe werden freigelegt und bei Bedarf saniert, erneuert oder verstärkt.

Falls erforderlich, wird der vorhandene aus Holzdielen bestehende Fußboden im gesamten Wohnungsbereich vollflächig neu verschraubt und schadhafte Stellen dabei ausgebessert oder ersetzt. Der Dielenboden wird geschliffen und mit Lack versiegelt.

Alle Wohnräume erhalten entweder vollständig neue oder alte Dielung oder Holzfertigparkett (Buche oder Eiche mit einer Nutzschicht von ca. 4mm vollflächig verklebt). Sofern die alten Böden erhalten bleiben, werden die durch den Abriss der alten Kachelöfen entstandenen Fehlstellen ergänzt.

In Bädern und Küchen wird der vorhandene Fußboden nach Überprüfung und statischer Berechnung der Holzbalken durch einen Aufbau mit einem Zementestrich hergestellt (Holzverschalung, PE-Folie, faserbewehrtem Zementestrich).

Eine Dichtfolie (nur in den Bädern) als elastische Dichtungsmasse entsprechend Herstellervorschriften und keramischer Fliesenbelag, im Dünnbettverfahren verlegt, bilden den Endaufbau. Der Fußbodenbelag im Kellergeschoss wird ausgebessert und staubbindend gestrichen. Geflieste Böden erhalten Fliesensockel.

Türen und Fenster

Die vorhandenen Kastendoppelfensteranlagen werden durch neue Holzfenster mit Zweischeibenisolierverglasung mit einem maximalen Uw-Wert in Höhe von 1,1 ersetzt. Neue Fenster im Erdgeschoss werden abschließbar und einbruchhemmend und mit außenliegenden Rollläden ausgeführt. Fensterbänke sind ebenfalls aus Holz oder Werzalit, weiß lackiert.

Die Türen werden mit einheitlichen messingfarbenen Drückergarnituren ausgestattet (Fabrikat Hoppe) die zum Stil der Türen passen. Vorhandene erhaltenswerte Türen werden auf Wunsch unter Verwendung vorhandener Türbeschläge aufgearbeitet, sofern dies zur Erreichung des geplanten Grundrisses und der Nutzung sinnvoll ist, oder gegen neue Türen ausgetauscht.

Neue Türen sind industriell vorgefertigt (Fabrikat Kilsgaard oder Prüm oder gleichwertig), weißlackendbeschichtet und mit Futter- bzw. Umfassungzargen. Wohnungseingangstüren erhalten Langschild-Sicherheitsbeschläge und Türschwellen.

Die Kellerlichtschächte werden instand gesetzt bzw. erneuert. Neue Kellerfenstergitter aus Metall und Lichtschachtroste werden eingesetzt, diese sind von innen verriegelbar.

Einrichtung

Küche: Die Wohnungen erhalten eine Einbauküche mit Elektroherd inkl. Cerankochfeld, Dunstumlufthaube, Kühl-Gefrierschrank mit 3-Sterne Gefrierfach, 1000 l Stauraum, Kalt- und Warmwasseranschluss für Einbauspüle mit Einhebel-Mischbatterie und Abtropfablage, sowie Anschlüsse für eine Geschirrspülmaschine und eine Waschmaschine mit entsprechenden Absperrventilen. Die Bäder erhalten folgende Ausstattung:

  • Badewanne
  • Waschtisch
  • Hänge-Tiefspül-WC und WC-Sitz
  • Fabrikat Keramag Renova Nr. 1 oder gleichwertige Ausführung
  • Vorwandinstallation mit UP-Spülkasten
  • Duschwannen
  • Doppelwaschtische bzw. becken
  • Bidets usw. gehen aus der Architektenplanung hervor
  • In allen Bädern wird eine elektrische Fußbodenheizung installiert

Je nach Anordnung der Waschmaschine (Küche oder Bad) wird entsprechend das Badezimmer einen Anschluss für eine Waschmaschine mit Absperrventil erhalten.

Die Anordnung der Kücheneinrichtung und der Sanitärelemente wird vor Ort mit der örtlichen Bauleitung in Abstimmung mit den Detailplanern vorgenommen. Insoweit kann aus genehmigungsrechtlichen, baulichen oder sonstigen Gründen die Anordnung der Ausstattungselemente gegenüber der Prospektvorgabe verändert werden.